Gemeinsam mehr erreichen

Förderung für Naturschutz­projekte

Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt ausgewählte Partner mit Förder­beiträgen, damit diese ihre eigenen Projekte zugunsten der Bio­diversität, der Umweltbildung und des Naturschutzes verwirklichen können.

Ziele der Stiftung bei Förderungen

Die Förderung externer Projekte ist ein Bestand­teil der Arbeit der Heinz Sielmann Stiftung. Gemeinsam mit engagierten Partnern unterstützen wir Vorhaben, die zum lang­fristigen Erhalt der biologischen Viel­falt beitragen. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die wertvolle Lebens­räume sichern und entwickeln, gefährdete Tier- und Pflanzen­arten schützen, wissen­schaftliche Erkenntnisse für den Natur­schutz gewinnen oder Menschen für Natur- und Arten­schutz begeistern.

Unser Ziel ist es, innovative und wirkungs­volle Initiativen zu ermöglichen, deren Ergebnisse über einzelne Projekte hinaus Impulse für den Natur­schutz setzen und nach­haltig wirken.

Das große Interesse an unserem Förder­programm spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Im Berichts­jahr stieg die Zahl der ein­gereichten Förder­anträge von 55 auf 100 – ein Zuwachs von rund 81,8 % gegenüber dem Vorjahr. Für 26 Projekte konnten Förder­verein­barungen abgeschlossen werden, sodass zahl­reiche neue Natur­schutz­maßnahmen auf den Weg gebracht wurden.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer „Unsere Projekte“

26

geschlossene Förder­verein­barungen im Jahr 2025

511.588 €

bewilligte Fördermittel im Jahr 2025

Die Schildkröte der Moore kehrt zurück

Fördersumme: 98.250 €

Die Europäische Sumpf­schild­kröte ist Deutsch­lands einzige heimische Schild­kröten­art – und in vielen Regionen längst verschwunden. Die AG Natur- und Arten­schutz züchtet Tiere nach und siedelt sie in Branden­burg wieder an. Weil Wasch­bären den Schutz­gebieten zunehmend zusetzen, ist ein Prädatoren­management fester Bestandteil des Projekts. Seit 2021 wächst die Popu­lation spürbar, und mit ihr die Hoffnung auf eine dauer­hafte Rückkehr dieser uralten Tier­art in ihre angestammten Lebens­räume.

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Sumpfschildkrötenschutz mit Spürhund

Fördersumme: 20.000 €

Ein ausgebildeter Arten­spür­hund soll künftig in der Feld­berger Seen­land­schaft gezielt nach den Ei­ablage­plätzen der Europäischen Sumpf­schild­kröte suchen – eine Methode, die das aufwendige Tele­metrie-Monitoring deutlich ergänzt. Gefundene Gelege werden markiert und mit einem Prädations­schutz gesichert, damit Füchse, Wasch­bären und Marder den Schlupf­erfolg nicht zunichtemachen. Das Projekt der GNL verbessert die Daten­lage zur Populations­größe und erhöht messbar die Über­lebens­chancen des Nachwuchses.

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Wölfe in Deutschland – ein Infofilm in Modulen

Fördersumme: 25.000 €

Wölfe sind in Deutsch­land zurück, und damit auch Diskussionen über ihr Mit­einander mit Menschen und Weide­tieren. Um Ver­ständnis auf sach­licher Grundlage zu fördern, unterstützte die Heinz Sielmann Stiftung die Produktion eines modularen Dokumentar­films, der verschiedene Aspekte des Zusammen­lebens beleuchtet. Von der Geschichte des Wolfes in Deutsch­land über sein Verhalten bis hin zu Herden­schutz und Wolfs­management entsteht so ein differenziertes Bild einer kontrovers dis­kutierten Tier­art.

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Schulwald: Lernen und Naturschutz hautnah erleben

Fördersumme: 4.764 €

Ein Schulwald als lebendiges Klassenzimmer: Die Umweltstation Abtei Waldsassen hat gemeinsam mit dem Forstbetrieb Waldsassen einen eigenen Schulwald angelegt, in dem Kinder und Jugendliche den Wald als Lebensraum wirklich begreifen können. Sie pflanzen Bäume, bauen Benjeshecken und Insektenhotels und lernen dabei, was nachhaltige Bewirtschaftung im Alltag bedeutet. Was auf dem Papier nach Theorie klingt, wird hier zur handfesten Erfahrung.

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Karpfsee-Areal: Ein Lernort für Natur und Kulturlandschaft

Fördersumme: 14.821 €

Das 55 Hektar große Karpfsee-Areal in der Loisach-Kochelsee-Moor­landschaft soll zu einem Ort werden, an dem Natur­schutz, nach­haltige Land­wirtschaft und Umwelt­bildung zusammen­wachsen. Das KlosterGut Schlehdorf plant hier einen Lern­ort Kultur­landschaft, der die biologische Viel­falt und die Bedeutung von Mooren für Klima und Arten erlebbar macht. Eine Mach­bar­keits­studie legt dafür nun das Fundament.

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Kreuzotter für die Schorfheide

Fördersumme: 25.000 €

Die Kreuz­otter war einmal eine Charakter­art nord­deutscher Moore und Heiden. Heute ist sie in Deutschland vom Aus­sterben bedroht. Im Rahmen des Projekts wurden die letzten Kreuz­ottern der Schorf­heide aufgespürt, in einer natur­nahen Freian­lage des Vereins Agena gehalten und gezüchtet. Ihre Nach­kommen brachte man in geeignete Lebens­räume der Schorf­heide zurück – ein langer Weg, der aber die einzige Chance auf eine Rettung dieser Schlange ist.

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Überlinger Weltacker: 2.000 Quadratmeter für alle

Fördersumme: 2.500 €

Rein rechnerisch stehen jedem Menschen auf der Erde 2.000 Quadrat­meter Acker­fläche zur Verfügung. Genau diesen Gedanken machte der Überlinger Welt­acker greifbar: auf exakt dieser Fläche wurden die meist­angebauten Kulturen der Erde in einer Frei­luft­aus­stellung gezeigt, angebaut nach öko­logischen Methoden. Ein einfaches, aber wirkungs­volles Werkzeug, um globale Zusammen­hänge zwischen Ernährung, Land­wirtschaft und Arten­vielfalt sichtbar zu machen.

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Hochschule Trier: Nonprofit- und NGO-Studiengang

Fördersumme: 99.500 €

Wer Klima- und Natur­schutz voranbringen will, braucht das richtige Hand­werks­zeug. Der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier bietet seit dem Winter­semester 2021/22 einen Bachelor-Studien­gang im Bereich Nonprofit- und NGO-Management an, auch in dualer Form mit zivil­gesellschaftlichen Organisationen als Praxis­partnern. Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützte diesen innovativen Studien­gang, der die nächste Generation von Natur­schutz­fach­leuten und Führungs­kräften gemein­nütziger Organisationen ausbildet.

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Vogelpflegestation Wildpark Eekholt

Fördersumme: 25.000 €

Seit 1999 ist der Wild­park Eekholt nördlich von Hamburg Partner der Heinz Sielmann Stiftung. Verletzte und kranke Vögel werden dort medizinisch versorgt und mit viel Geduld auf­gepäppelt, bis sie wieder in die Freiheit ent­lassen werden können. Im Jahr 2025 wurden 155 pflege­bedürftige Vögel aufgenommen, mehr als die Hälfte davon konnte erfolgreich aus­gewildert werden.

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Naturkundliches Jugendseminar in der UNESCO Biosphäre Entlebuch

Fördersumme: 4.996 €

28 junge Erwachsene aus ganz Deutschland reisten im Juni 2025 in die UNESCO-Biosphäre Entlebuch in der Schweiz, um eine der arten­reichsten Land­schaften der Alpen zu erkunden. Der Deutsche Jugend­bund für Natur­beobachtung (DJN) vermittelte in Ex­kursionen und praktischen Übungen Arten­kenntnisse und öko­logisches Wissen aus erster Hand. Über 800 Beob­achtungen von rund 400 Arten dokumentierten die Teil­nehmenden auf der Citizen-Science-Plattform iNaturalist – ein echter Beitrag zur Wissenschaft.

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Hilfe für Mauer- und Alpensegler

Fördersumme: 11.000 €

Mauer­segler leben in rasenden Geschwindigkeiten und brauchen manchmal trotzdem menschliche Hilfe. Die Mauer­segler­hilfe Apus e.V. in der Metropol­region Rhein-Neckar nimmt verletzte und verwaiste Vögel auf, pflegt sie fach­gerecht und setzt sich aktiv für den Erhalt ihrer Brut­plätze ein. 2025 wurden 454 Tiere erfolgreich aus­gewildert – ein beeindruckendes Ergebnis, das zeigt, was engagiertes Ehren­amt leisten kann.

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Informationssystem „Natura 2000" im Naturpark Thüringer Wald

Fördersumme: 8.169 €

Der Natur­park Thüringer Wald beherbergt zahlreiche europa­weit geschützte Arten und Lebens­räume, doch viele Besucherinnen und Besucher wissen kaum etwas über das Schutz­gebiets­netz Natura 2000. Der Landschafts­pflege­verband Thüringer Wald errichtet ein ein­heitliches Informations­system aus Tafeln und Flyern, das barriere­arm gestaltet ist und Kinder durch speziell angepasste Pult­formen direkt anspricht. So wird Natur­schutz vor Ort sichtbar, verständlich und erleb­bar gemacht.

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Jugendseminar im Naturpark Tiroler Lech

Fördersumme: 3.514,49 €

Der Tiroler Lech gehört zu den letzten weitgehend unregulierten Wild­flüssen im nördlichen Alpen­raum. Im Sommer 2025 führte der Deutsche Jugend­bund für Natur­beobachtung ein Seminar für natur­begeisterte junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren durch. Ziel war es, diesen besonderen Lebens­raum zu erkunden und Arten­kenntnis sowie natur­kundliche Beobachtungs­kompetenzen zu fördern.

Während des Seminars konnten seltene Arten wie die Bileks Azurjungfer, der Fluss­ufer­läufer und die Deutsche Tamariske beobachtet und bestimmt werden. Die von den Teil­nehmenden erhobenen Daten flossen in wissen­schaftliche Citizen-Science-Daten­banken ein und leisten damit einen wert­vollen Beitrag zur Erforschung und zum Schutz der Arten­vielfalt.

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Blütenreiche Bunkeroasen

Fördersumme: 3.279,02 €

Mit dem Projekt „Bunker­oase Leverkusen“ entstand auf einem ehemaligen Bunker­gelände ein natur­naher Lern- und Begegnungs­ort mitten in der Stadt. Ziel war es, urbane Lebens­räume für Tiere und Pflanzen zu schaffen und Menschen für Natur- und Arten­schutz zu sensibilisieren. Das Projekt verband Umwelt­bildung, Arten­vielfalt und nach­haltige Stadt­entwicklung auf innovative Weise.

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Moormonitoring in Südbrandenburg

Fördersumme: 272.750 €

Moore speichern Kohlenstoff, filtern Wasser und sind Heimat einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Die Universität Hildesheim untersucht die Renaturierung von drei Moor­land­schaften der Heinz Sielmann Stiftung in Süd­brandenburg. Durch Boden- und Wasseranalysen sowie Vegetations­kartierungen wird beobachtet, wie sich die Moore nach dem Eingriff des Menschen erholen. Erste Ergebnisse sind ermutigend – ein Beleg dafür, dass der Natur mit dem richtigen Schutz Zeit und Raum gegeben werden kann.

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Igelschutz: Wildtierhilfe und Naturschutz in Schleswig-Holstein

Fördersumme: 6.742,36 €

Der Braun­brust­igel ist in Deutschland gefährdet – Mäh­roboter, Straßen­verkehr und schwindende Insekten­bestände machen ihm zu schaffen. Der Verein Igel- und Wild­tier­hilfe Eckern­förder Bucht betreibt ein Netz von 93 ehren­amtlichen Pflege­stellen in Schleswig-Holstein. Dank der Förderung durch die Heinz Sielmann Stiftung konnte die medizinische Aus­stattung verbessert werden. Im Förder­zeitraum wurden 1.445 Igel und 574 weitere Wild­tiere aufgenommen, gepflegt und aus­gewildert; außerdem besuchten Vereins­mitglieder 12 Schulen und erreichten über 1.900 Kinder.

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Green Pulse: Erstes Biodiversitätsfestival im Landkreis Ravensburg

Fördersumme: 10.000 €

Natur, Musik und Wissenschaft unter einem Dach: Am 25. und 26. Juli 2025 begeisterte das erste Biodiversitäts­festival im Landkreis Ravensburg auf Schloss Achberg über 1.000 Menschen. Workshops, Vor­träge, Ex­kursionen und das Konzert des „Orchesters des Wandels" machten Arten­vielfalt auf mit­reißende Weise erleb­bar. Der Landschafts­erhaltungs­verband Ravensburg plant bereits die Fort­setzung des Festivals im Jahr 2026.

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Wasserbüffel in Nienhagen

Fördersumme: 10.000 €

In Nienhagen im Landkreis Celle entsteht ein natur­naher Lebens­raum der besonderen Art: Auf der sogenannten Michel­wiese über­nehmen Wasser­­büffel ab Frühjahr 2026 die Landschafts­pflege. Die robusten Tiere schaffen durch ihr Weide­verhalten Tritt­mulden, offene Boden­stellen und arten­reiche Strukturen, die zahl­reichen Amphibien, Insekten und Vögeln zugutekommen. Ein wolf­ssicherer Solar­zaun, den die Heinz Sielmann Stiftung förderte, macht die ganz­jährige Beweidung möglich, ohne schwere Maschinen einzusetzen.

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Igelherzen Nordthüringen: Ausbau der Igelstation

Fördersumme: 13.416,49 €

Jedes Jahr werden in der Igel­station des Vereins Igel­herzen Nord­thüringen zwischen 250 und 300 Igel und bis zu 100 Jung­tiere aufgenommen. Mit der Unterstützung der Heinz Sielmann Stiftung konnten moderne Geräte angeschafft werden, unter anderem ein Ultra­schall­gerät zur Früh­erkennung von Verletzungen und ein Kalt­plasma­gerät für schwer heilende Wunden. Zwei neue Aus­wilderungs­gehege bereiten die Tiere behutsam auf die Rückkehr in die Freiheit vor.

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Flederfreunde: Fledermausschutz im Naturpark Stromberg-Heuchelberg

Fördersumme: 30.000 €

Mehr als die Hälfte aller in Baden-Württemberg nachgewiesenen Fleder­maus­arten kommt im Natur­park Strom­berg-Heuchel­berg vor – ein beachtlicher Wert, der aber durch lücken­hafte Daten und schwindende Quartiere unter Druck gerät. Das Projekt des Natur­parks baut ein ehren­amtliches Monitoring-Netz­werk auf, die sogenannten „Fleder­freunde". Mit modernen Detektoren kartieren sie Vor­kommen in ihren Heimat­gemeinden, lernen mehr über die Biologie der Tiere und machen das Thema in öffentlichen Ex­kursionen sichtbar.

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Abenteuer einer Eule – ein poetischer Kinderdokumentarfilm

Fördersumme: 20.000 €

Zum 75. Jubiläum der Naturschutz-Eule entsteht beim Haus der Naturpflege in Bad Freienwalde ein besonderer Film für Kinder: Eine neugierige Waldohr­eule begibt sich auf Spurensuche nach ihrer legendären „Oma" auf dem bekannten Natur­schutz­schild. Dabei trifft sie auf die Geschichte von Kurt und Erna Kretschmann, die Erfinder des Symbols. Der 30-minütige Animations­dokumentar­film verbindet Archiv­material, Animation und Natur­bildung zu einem Werk, das Kinder für den Schutz der Natur begeistern soll – kein kommerzielles Projekt, sondern eines, das auf Film­festivals, in Schulen und Umwelt­bildungs­einrichtungen wirken will.

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Schwarzwaldverein Waldbronn: Kleines Biotop mit großer Wirkung

Fördersumme: 2.000 €

Auf einer Wiesen­fläche von nur 155 Quadrat­metern mitten im Siedlungs­gebiet von Waldbronn schafft der Schwarzwald­verein Waldbronn e.V. einen neuen Ort der Arten­vielfalt. Wild­stauden, heimische Gehölze und Blüh­flächen sollen entstehen – ein Rückzugs­ort für Insekten, Vögel und Klein­säuger und gleichzeitig ein greif­barer Lern­ort für Kinder und Familien. Das Projekt zeigt, was auch auf kleinstem Raum möglich ist, wenn Menschen mit Engagement aktiv werden.

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Eremitenschutz durch Wissenschaft

Fördersumme: 18.996 €

Das Projekt untersuchte eines der wichtigsten Thüringer Vor­kommen des streng geschützten Eremiten­käfers, auch Juchten­käfer genannt. Der Käfer ist auf alte, höhlen­reiche Bäume angewiesen und gilt als Indikator für wert­volle Kultur­land­schaften. Im Kyff­häuser­gebirge wurden 1.175 Bäume kartiert und auf ihre Eignung als Lebens­raum geprüft. Besonders die Linden­allee bei Ichstedt erwies sich als bedeutendes Habitat. Auf Basis der Ergebnisse wurden konkrete Schutz- und Pflege­maßnahmen entwickelt, um die Popu­lation langfristig zu erhalten und neue Habitat­bäume zu fördern.

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Schaf schafft Landschaft

Fördersumme: 107.700 €

Im Biodiversitäts-Hotspot Werratal mit Hohem Meißner und Kaufunger Wald übernahmen Schafe, was Maschinen nicht leisten können: Sie pflegten arten­reiche Mager­rasen, hielten Lebens­räume offen und sicherten die biologische Viel­falt. Das Projekt stärkte die Hüte­schaf­beweidung, schaffte nach­haltige Strukturen für Schaf­halter und setzte die Ziele der Nationalen Biodiversitäts­strategie direkt um.

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Kopfbäume erhalten – für Artenvielfalt und Hochwasserschutz

Fördersumme: 25.000 €

Kopf­bäume sind lebende Denkmäler an unseren Fluss­ufern – und gleichzeitig unverzichtbare Arten­schutz­objekte. Ihre charakteristischen Baum­höhlen mit Mulm­gehalt bieten dem streng geschützten Eremiten­käfer einen kaum ersetz­baren Lebens­raum. Der Landschafts­pflege­verband Eichsfeld-Hainich-Werratal pflegt bruch­gefährdete Baum­reihen, kartiert Eremiten­vor­kommen und legt neue Weiden­bestände als Zukunfts­bäume an. Gleichzeitig stabilisieren die tief ver­wurzelten Kopf­bäume die Ufer und schützen so vor Hoch­wasser.

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Beweidung Dorfener Hutanger

Fördersumme: 14.865 €

Der Dorfener Hut­anger im Isental war einst eine arten­reiche Nass­weide, wurde über Jahrzehnte aber drainiert und intensiv bewirtschaftet. Der Land­schafts­pflege­verband Mühldorf bringt ihn nun mit Hilfe von Rindern und Wasser­büffeln auf rund vier Hektar in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Die Tiere schaffen durch extensives Weiden ein arten­reiches Mosaik aus Feucht­strukturen, das seltenen Pflanzen wie dem Wiesen-Schlangen­knöterich und einer Vielzahl von Tier- und Insekten­arten neuen Lebens­raum bietet.

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GartenBäumling: Artenvielfalt in Hamburger Gärten erfassen

Fördersumme: 3.300 €

Wie viel Natur steckt im Hamburger Stadt­garten? Das Projekt Garten­Bäumling des Vereins Markart lud Garten­besitzende im Raum Hamburg ein, über eine Online-­Umfrage das Arten­vorkommen in ihren Gärten zu dokumentieren. Die Daten flossen in ein Forschungs­vorhaben zur urbanen Bio­diversität ein. Als Dankeschön erhielten Teil­nehmende einen Bio­diversitäts­checkup und Pflanzen­material, um ihr Grün natur­näher zu gestalten.

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Weidetiere schaffen Landschaft

Fördersumme: 50.000 €

Mit dem Projekt „Weidetiere schaffen Landschaft“ wird die erfolgreiche Arbeit des Vorgänger­projekts „Schaf schafft Landschaft“ im Biodiversitäts-Hotspot 17 fortgeführt und auf den thüringischen Teil der Region ausgeweitet. Weide­tier­haltende erhalten Unterstützung durch Beratung, Fort­bildungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Weide­infra­struktur. Ziel ist es, die extensive Beweidung als wichtigen Beitrag zum Erhalt arten­reicher Kultur­land­schaften zu stärken und die biologische Viel­falt in der Region langfristig zu sichern.

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Sielmanns Natur-Ranger

Fördersumme: 55.000 €

Sielmanns Natur-Ranger sind bundesweit aktiv und bringen Kindern und Jugendlichen die Natur auf eine ganz direkte Weise näher – mit allen Sinnen, draußen, lebendig. Die Aktivitäten reichen von Arten­schutz­programmen über Biotop­pflege bis zu Auf­klärungs­arbeit rund um Orchideen- oder Schwalben­schutz. Der Ansatz: Wer Natur kennt und liebt, schützt sie auch.

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Naturschutz im besiedelten Raum

Fördersumme: 87.713,77 €

Wie können Städte und Gemeinden aktiv zur Arten­vielfalt beitragen? Der Verein Kommunen für biologische Vielfalt bringt mit dem Projekt N.A.T.U.R. (Nach­haltiger Arten­schutz durch Theorie und Umsetzung im besiedelten Raum) Wissen in die Kommunal­verwaltungen. Mitarbeitende erfahren, welche Möglichkeiten natur­nahes Stadt­grün bietet und wo sie persönliche Beratung finden. So wird Arten­vielfalt zu einer Frage, die auch Städte aktiv beantworten können.

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GreenCutJUMP

Fördersumme: 30.000 €

Jugendliche werden zu Natur­filmern: Das deutschland­weite Projekt GreenCutJUMP verbindet Arten­schutz mit moderner Video­technik. Junge Menschen erkunden Natur­schutz­gebiete, dokumentieren die Arten­vielfalt und produzieren eigene Kurz­filme. Gefördert im Bundes­programm Biologische Vielfalt, zielt das Projekt darauf ab, Jugendliche nicht nur zu informieren, sondern sie selbst zu Akteurinnen und Akteuren des Natur­schutzes zu machen.

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An der Nase herumgeführt: Täuschung schützt Bodenbrüter

Fördersumme: 17.703 €

Reb­huhn und Wiesen­weihe brüten am Boden und sind deshalb besonders anfällig für Fress­feinde. In Sachsen-Anhalt testet der Förder­verein Groß­trappen­schutz e.V. eine ungewöhnliche Schutz­methode: Gezielt platzierte falsche Geruchs­spuren sollen Füchse und Wasch­bären in die Irre führen und so die Nester schützen. Die Methode stammt aus Neu­seeland und Finnland und könnte, wenn sie sich bewährt, eine kosten­günstige und schonende Lösung für den Arten­schutz in der Agrar­land­schaft werden.

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Eberstädter Streuobstwiesen: Fit für den Klimawandel

Fördersumme: 10.000 €

Die Eberstädter Streu­obst­wiesen bei Darmstadt gehören zu den größten zusammen­hängenden Streu­obst­wiesen­gebieten Hessens – mit einer außer­ordentlichen Arten­vielfalt von Wiedehopf und Garten­rot­schwanz über Sieben­schläfer bis hin zu gefährdeten Wild­pflanzen. Doch Trocken­heit und Hitze machen den alten Obst­bäumen zu schaffen. Der Freundes­kreis Eberstädter Streu­obst­wiesen entwickelt die Flächen zu einer klima­resilienten Baum­land­schaft, experimentiert mit neuen Pflanz­methoden und Baum­schnitt­techniken und gibt damit auch anderen Initiativen in Deutschland ein Modell an die Hand.

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Wiederansiedlung des Feldhamsters in Südniedersachsen

Fördersumme: 55.430 €

Der Feld­hamster hat in Deutschland kaum noch Über­lebens­chancen. 2024 startete im Landkreis Göttingen der erste Wieder­ansiedlungs­versuch in Niedersachsen überhaupt: 22 nach­gezüchtete Tiere wurden aus­gewildert, und bereits im September wurden Jung­tiere nachgewiesen. Das Projekt setzt auf intensives Monitoring, Öffentlich­keits­arbeit und enge Zusammen­arbeit mit Land­wirten, um geeignete Lebens­räume langfristig zu sichern.

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Naturschutzgroßprojekt Bäche, Moore und Bergwiesen im Thüringer Wald

Fördersumme: 110.000 €

Das Natur­schutz­groß­projekt „Bäche, Moore und Berg­wiesen im Thüringer Wald“ verfolgt das Ziel, wert­volle Öko­systeme und arten­reiche Lebens­räume im UNESCO-Biosphären­reservat Thüringer Wald zu erhalten und zu entwickeln. Bis 2035 sollen Bäche renaturiert, Moore revitalisiert und Berg­wiesen gepflegt werden. Geplant sind unter anderem der Rück­bau von Quer­bau­werken, natur­nahe Wald­umbauten sowie lang­fristige Schutz- und Nutzungs­konzepte für rund 6.500 Hektar Projekt­fläche.

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GREEN SCREEN Festival und Filmpreise

Fördersumme: 105.000 € (von 2023 bis 2027)

Das internationale Natur­film­festival GREEN SCREEN in Eckernförde ist eine der bedeutendsten Bühnen für heraus­ragende Natur­filme in Deutschland. Die Heinz Sielmann Stiftung verleiht dort den Heinz Sielmann Film­preis für besondere natur­filmerische Leistungen sowie den Heinz Sielmann Jugend­film­preis, der junge Menschen für das Medium Natur­film begeistert. Das Festival trägt dazu bei, das Werk Heinz Sielmanns lebendig zu halten und das Bewusst­sein für Natur und Arten­schutz in einer breiten Öffentlichkeit zu schärfen.

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GreenScreen Tour 2025 bis 2028

Fördersumme: 42.150 €

Die GREEN SCREEN-Film­tour bringt die besten Natur­dokumentationen des Jahres auf große Deutschland­reise. Nach mehreren erfolgreichen Tourneen macht Europas populärstes Natur­film­festival erneut in 17 Städten Halt – von Flensburg bis München und von Düsseldorf bis Berlin. Tausende Natur­film­fans erleben dabei heraus­ragende Dokumentationen auf der großen Kino­leinwand.

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Ökofilmtour 2026: Filme für Mensch und Umwelt

Fördersumme: 5.000 €

Seit 2006 tourt die Öko­film­tour von Januar bis April durch Branden­burg – und ist damit das längste Film­festival Deutschlands. Schulen, Gemeinde­säle, Kirchen und Korn­speicher werden zu Kino­sälen, in denen 58 Filme zu Umwelt, Natur und Klima­schutz gezeigt und diskutiert werden. Rund die Hälfte des Programms richtet sich gezielt an Kinder und Jugendliche. Das dezentrale, partizipative Konzept macht das Festival zu einem echten Bürger-­Festival der Natur­bildung.

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Wildpferde und Kulane in Zentralkasachstan

Fördersumme: 120.000 €

Die „Altyn Dala Conservation Initiative“ setzt sich für die Wieder­ansiedlung von Kulanen und Przewalski-Pferden in den Steppen Kasachstans ein. Ziel ist es, stabile Popu­lationen der vor rund 100 Jahren aus­gestorbenen Arten auf­zubauen und das einzigartige Gras­land­Öko­system langfristig zu stärken. Das Projekt fördert Bio­diversität, Klima­schutz und die Wider­stands­fähigkeit der zentral­asiatischen Steppe.

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Kontakt

Anna Opfermann

Förderwesen & Drittmittelfinanzierung

Tel. +49 (0)5527 914-244 anna.opfermann@sielmann-stiftung.de

Sielmann-Weg 1 37115 Duderstadt

DIE 17 GLOBALEN ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

In zahlreichen Projekten übernimmt die Heinz Sielmann Stiftung globale Verantwortung und setzt lokale Maßnahmen um, die dazu beitragen, unsere Welt nachhaltig zu gestalten.

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