Gemeinsam mehr erreichen
Förderung für Naturschutzprojekte
Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt ausgewählte Partner mit Förderbeiträgen, damit diese ihre eigenen Projekte zugunsten der Biodiversität, der Umweltbildung und des Naturschutzes verwirklichen können.
Ziele der Stiftung bei Förderungen
Die Förderung externer Projekte ist ein Bestandteil der Arbeit der Heinz Sielmann Stiftung. Gemeinsam mit engagierten Partnern unterstützen wir Vorhaben, die zum langfristigen Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die wertvolle Lebensräume sichern und entwickeln, gefährdete Tier- und Pflanzenarten schützen, wissenschaftliche Erkenntnisse für den Naturschutz gewinnen oder Menschen für Natur- und Artenschutz begeistern.
Unser Ziel ist es, innovative und wirkungsvolle Initiativen zu ermöglichen, deren Ergebnisse über einzelne Projekte hinaus Impulse für den Naturschutz setzen und nachhaltig wirken.
Das große Interesse an unserem Förderprogramm spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Im Berichtsjahr stieg die Zahl der eingereichten Förderanträge von 55 auf 100 – ein Zuwachs von rund 81,8 % gegenüber dem Vorjahr. Für 26 Projekte konnten Fördervereinbarungen abgeschlossen werden, sodass zahlreiche neue Naturschutzmaßnahmen auf den Weg gebracht wurden.
26
geschlossene Fördervereinbarungen im Jahr 2025
511.588 €
bewilligte Fördermittel im Jahr 2025
Die Schildkröte der Moore kehrt zurück
Fördersumme: 98.250 €
Die Europäische Sumpfschildkröte ist Deutschlands einzige heimische Schildkrötenart – und in vielen Regionen längst verschwunden. Die AG Natur- und Artenschutz züchtet Tiere nach und siedelt sie in Brandenburg wieder an. Weil Waschbären den Schutzgebieten zunehmend zusetzen, ist ein Prädatorenmanagement fester Bestandteil des Projekts. Seit 2021 wächst die Population spürbar, und mit ihr die Hoffnung auf eine dauerhafte Rückkehr dieser uralten Tierart in ihre angestammten Lebensräume.
Sumpfschildkrötenschutz mit Spürhund
Fördersumme: 20.000 €
Ein ausgebildeter Artenspürhund soll künftig in der Feldberger Seenlandschaft gezielt nach den Eiablageplätzen der Europäischen Sumpfschildkröte suchen – eine Methode, die das aufwendige Telemetrie-Monitoring deutlich ergänzt. Gefundene Gelege werden markiert und mit einem Prädationsschutz gesichert, damit Füchse, Waschbären und Marder den Schlupferfolg nicht zunichtemachen. Das Projekt der GNL verbessert die Datenlage zur Populationsgröße und erhöht messbar die Überlebenschancen des Nachwuchses.
Wölfe in Deutschland – ein Infofilm in Modulen
Fördersumme: 25.000 €
Wölfe sind in Deutschland zurück, und damit auch Diskussionen über ihr Miteinander mit Menschen und Weidetieren. Um Verständnis auf sachlicher Grundlage zu fördern, unterstützte die Heinz Sielmann Stiftung die Produktion eines modularen Dokumentarfilms, der verschiedene Aspekte des Zusammenlebens beleuchtet. Von der Geschichte des Wolfes in Deutschland über sein Verhalten bis hin zu Herdenschutz und Wolfsmanagement entsteht so ein differenziertes Bild einer kontrovers diskutierten Tierart.
Schulwald: Lernen und Naturschutz hautnah erleben
Fördersumme: 4.764 €
Ein Schulwald als lebendiges Klassenzimmer: Die Umweltstation Abtei Waldsassen hat gemeinsam mit dem Forstbetrieb Waldsassen einen eigenen Schulwald angelegt, in dem Kinder und Jugendliche den Wald als Lebensraum wirklich begreifen können. Sie pflanzen Bäume, bauen Benjeshecken und Insektenhotels und lernen dabei, was nachhaltige Bewirtschaftung im Alltag bedeutet. Was auf dem Papier nach Theorie klingt, wird hier zur handfesten Erfahrung.
Karpfsee-Areal: Ein Lernort für Natur und Kulturlandschaft
Fördersumme: 14.821 €
Das 55 Hektar große Karpfsee-Areal in der Loisach-Kochelsee-Moorlandschaft soll zu einem Ort werden, an dem Naturschutz, nachhaltige Landwirtschaft und Umweltbildung zusammenwachsen. Das KlosterGut Schlehdorf plant hier einen Lernort Kulturlandschaft, der die biologische Vielfalt und die Bedeutung von Mooren für Klima und Arten erlebbar macht. Eine Machbarkeitsstudie legt dafür nun das Fundament.
Kreuzotter für die Schorfheide
Fördersumme: 25.000 €
Die Kreuzotter war einmal eine Charakterart norddeutscher Moore und Heiden. Heute ist sie in Deutschland vom Aussterben bedroht. Im Rahmen des Projekts wurden die letzten Kreuzottern der Schorfheide aufgespürt, in einer naturnahen Freianlage des Vereins Agena gehalten und gezüchtet. Ihre Nachkommen brachte man in geeignete Lebensräume der Schorfheide zurück – ein langer Weg, der aber die einzige Chance auf eine Rettung dieser Schlange ist.
Überlinger Weltacker: 2.000 Quadratmeter für alle
Fördersumme: 2.500 €
Rein rechnerisch stehen jedem Menschen auf der Erde 2.000 Quadratmeter Ackerfläche zur Verfügung. Genau diesen Gedanken machte der Überlinger Weltacker greifbar: auf exakt dieser Fläche wurden die meistangebauten Kulturen der Erde in einer Freiluftausstellung gezeigt, angebaut nach ökologischen Methoden. Ein einfaches, aber wirkungsvolles Werkzeug, um globale Zusammenhänge zwischen Ernährung, Landwirtschaft und Artenvielfalt sichtbar zu machen.
Hochschule Trier: Nonprofit- und NGO-Studiengang
Fördersumme: 99.500 €
Wer Klima- und Naturschutz voranbringen will, braucht das richtige Handwerkszeug. Der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier bietet seit dem Wintersemester 2021/22 einen Bachelor-Studiengang im Bereich Nonprofit- und NGO-Management an, auch in dualer Form mit zivilgesellschaftlichen Organisationen als Praxispartnern. Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützte diesen innovativen Studiengang, der die nächste Generation von Naturschutzfachleuten und Führungskräften gemeinnütziger Organisationen ausbildet.
Vogelpflegestation Wildpark Eekholt
Fördersumme: 25.000 €
Seit 1999 ist der Wildpark Eekholt nördlich von Hamburg Partner der Heinz Sielmann Stiftung. Verletzte und kranke Vögel werden dort medizinisch versorgt und mit viel Geduld aufgepäppelt, bis sie wieder in die Freiheit entlassen werden können. Im Jahr 2025 wurden 155 pflegebedürftige Vögel aufgenommen, mehr als die Hälfte davon konnte erfolgreich ausgewildert werden.
Naturkundliches Jugendseminar in der UNESCO Biosphäre Entlebuch
Fördersumme: 4.996 €
28 junge Erwachsene aus ganz Deutschland reisten im Juni 2025 in die UNESCO-Biosphäre Entlebuch in der Schweiz, um eine der artenreichsten Landschaften der Alpen zu erkunden. Der Deutsche Jugendbund für Naturbeobachtung (DJN) vermittelte in Exkursionen und praktischen Übungen Artenkenntnisse und ökologisches Wissen aus erster Hand. Über 800 Beobachtungen von rund 400 Arten dokumentierten die Teilnehmenden auf der Citizen-Science-Plattform iNaturalist – ein echter Beitrag zur Wissenschaft.
Hilfe für Mauer- und Alpensegler
Fördersumme: 11.000 €
Mauersegler leben in rasenden Geschwindigkeiten und brauchen manchmal trotzdem menschliche Hilfe. Die Mauerseglerhilfe Apus e.V. in der Metropolregion Rhein-Neckar nimmt verletzte und verwaiste Vögel auf, pflegt sie fachgerecht und setzt sich aktiv für den Erhalt ihrer Brutplätze ein. 2025 wurden 454 Tiere erfolgreich ausgewildert – ein beeindruckendes Ergebnis, das zeigt, was engagiertes Ehrenamt leisten kann.
Informationssystem „Natura 2000" im Naturpark Thüringer Wald
Fördersumme: 8.169 €
Der Naturpark Thüringer Wald beherbergt zahlreiche europaweit geschützte Arten und Lebensräume, doch viele Besucherinnen und Besucher wissen kaum etwas über das Schutzgebietsnetz Natura 2000. Der Landschaftspflegeverband Thüringer Wald errichtet ein einheitliches Informationssystem aus Tafeln und Flyern, das barrierearm gestaltet ist und Kinder durch speziell angepasste Pultformen direkt anspricht. So wird Naturschutz vor Ort sichtbar, verständlich und erlebbar gemacht.
Jugendseminar im Naturpark Tiroler Lech
Fördersumme: 3.514,49 €
Der Tiroler Lech gehört zu den letzten weitgehend unregulierten Wildflüssen im nördlichen Alpenraum. Im Sommer 2025 führte der Deutsche Jugendbund für Naturbeobachtung ein Seminar für naturbegeisterte junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren durch. Ziel war es, diesen besonderen Lebensraum zu erkunden und Artenkenntnis sowie naturkundliche Beobachtungskompetenzen zu fördern.
Während des Seminars konnten seltene Arten wie die Bileks Azurjungfer, der Flussuferläufer und die Deutsche Tamariske beobachtet und bestimmt werden. Die von den Teilnehmenden erhobenen Daten flossen in wissenschaftliche Citizen-Science-Datenbanken ein und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Erforschung und zum Schutz der Artenvielfalt.
Blütenreiche Bunkeroasen
Fördersumme: 3.279,02 €
Mit dem Projekt „Bunkeroase Leverkusen“ entstand auf einem ehemaligen Bunkergelände ein naturnaher Lern- und Begegnungsort mitten in der Stadt. Ziel war es, urbane Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen und Menschen für Natur- und Artenschutz zu sensibilisieren. Das Projekt verband Umweltbildung, Artenvielfalt und nachhaltige Stadtentwicklung auf innovative Weise.
Moormonitoring in Südbrandenburg
Fördersumme: 272.750 €
Moore speichern Kohlenstoff, filtern Wasser und sind Heimat einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Die Universität Hildesheim untersucht die Renaturierung von drei Moorlandschaften der Heinz Sielmann Stiftung in Südbrandenburg. Durch Boden- und Wasseranalysen sowie Vegetationskartierungen wird beobachtet, wie sich die Moore nach dem Eingriff des Menschen erholen. Erste Ergebnisse sind ermutigend – ein Beleg dafür, dass der Natur mit dem richtigen Schutz Zeit und Raum gegeben werden kann.
Igelschutz: Wildtierhilfe und Naturschutz in Schleswig-Holstein
Fördersumme: 6.742,36 €
Der Braunbrustigel ist in Deutschland gefährdet – Mähroboter, Straßenverkehr und schwindende Insektenbestände machen ihm zu schaffen. Der Verein Igel- und Wildtierhilfe Eckernförder Bucht betreibt ein Netz von 93 ehrenamtlichen Pflegestellen in Schleswig-Holstein. Dank der Förderung durch die Heinz Sielmann Stiftung konnte die medizinische Ausstattung verbessert werden. Im Förderzeitraum wurden 1.445 Igel und 574 weitere Wildtiere aufgenommen, gepflegt und ausgewildert; außerdem besuchten Vereinsmitglieder 12 Schulen und erreichten über 1.900 Kinder.
Green Pulse: Erstes Biodiversitätsfestival im Landkreis Ravensburg
Fördersumme: 10.000 €
Natur, Musik und Wissenschaft unter einem Dach: Am 25. und 26. Juli 2025 begeisterte das erste Biodiversitätsfestival im Landkreis Ravensburg auf Schloss Achberg über 1.000 Menschen. Workshops, Vorträge, Exkursionen und das Konzert des „Orchesters des Wandels" machten Artenvielfalt auf mitreißende Weise erlebbar. Der Landschaftserhaltungsverband Ravensburg plant bereits die Fortsetzung des Festivals im Jahr 2026.
Wasserbüffel in Nienhagen
Fördersumme: 10.000 €
In Nienhagen im Landkreis Celle entsteht ein naturnaher Lebensraum der besonderen Art: Auf der sogenannten Michelwiese übernehmen Wasserbüffel ab Frühjahr 2026 die Landschaftspflege. Die robusten Tiere schaffen durch ihr Weideverhalten Trittmulden, offene Bodenstellen und artenreiche Strukturen, die zahlreichen Amphibien, Insekten und Vögeln zugutekommen. Ein wolfssicherer Solarzaun, den die Heinz Sielmann Stiftung förderte, macht die ganzjährige Beweidung möglich, ohne schwere Maschinen einzusetzen.
Igelherzen Nordthüringen: Ausbau der Igelstation
Fördersumme: 13.416,49 €
Jedes Jahr werden in der Igelstation des Vereins Igelherzen Nordthüringen zwischen 250 und 300 Igel und bis zu 100 Jungtiere aufgenommen. Mit der Unterstützung der Heinz Sielmann Stiftung konnten moderne Geräte angeschafft werden, unter anderem ein Ultraschallgerät zur Früherkennung von Verletzungen und ein Kaltplasmagerät für schwer heilende Wunden. Zwei neue Auswilderungsgehege bereiten die Tiere behutsam auf die Rückkehr in die Freiheit vor.
Flederfreunde: Fledermausschutz im Naturpark Stromberg-Heuchelberg
Fördersumme: 30.000 €
Mehr als die Hälfte aller in Baden-Württemberg nachgewiesenen Fledermausarten kommt im Naturpark Stromberg-Heuchelberg vor – ein beachtlicher Wert, der aber durch lückenhafte Daten und schwindende Quartiere unter Druck gerät. Das Projekt des Naturparks baut ein ehrenamtliches Monitoring-Netzwerk auf, die sogenannten „Flederfreunde". Mit modernen Detektoren kartieren sie Vorkommen in ihren Heimatgemeinden, lernen mehr über die Biologie der Tiere und machen das Thema in öffentlichen Exkursionen sichtbar.
Abenteuer einer Eule – ein poetischer Kinderdokumentarfilm
Fördersumme: 20.000 €
Zum 75. Jubiläum der Naturschutz-Eule entsteht beim Haus der Naturpflege in Bad Freienwalde ein besonderer Film für Kinder: Eine neugierige Waldohreule begibt sich auf Spurensuche nach ihrer legendären „Oma" auf dem bekannten Naturschutzschild. Dabei trifft sie auf die Geschichte von Kurt und Erna Kretschmann, die Erfinder des Symbols. Der 30-minütige Animationsdokumentarfilm verbindet Archivmaterial, Animation und Naturbildung zu einem Werk, das Kinder für den Schutz der Natur begeistern soll – kein kommerzielles Projekt, sondern eines, das auf Filmfestivals, in Schulen und Umweltbildungseinrichtungen wirken will.
Schwarzwaldverein Waldbronn: Kleines Biotop mit großer Wirkung
Fördersumme: 2.000 €
Auf einer Wiesenfläche von nur 155 Quadratmetern mitten im Siedlungsgebiet von Waldbronn schafft der Schwarzwaldverein Waldbronn e.V. einen neuen Ort der Artenvielfalt. Wildstauden, heimische Gehölze und Blühflächen sollen entstehen – ein Rückzugsort für Insekten, Vögel und Kleinsäuger und gleichzeitig ein greifbarer Lernort für Kinder und Familien. Das Projekt zeigt, was auch auf kleinstem Raum möglich ist, wenn Menschen mit Engagement aktiv werden.
Eremitenschutz durch Wissenschaft
Fördersumme: 18.996 €
Das Projekt untersuchte eines der wichtigsten Thüringer Vorkommen des streng geschützten Eremitenkäfers, auch Juchtenkäfer genannt. Der Käfer ist auf alte, höhlenreiche Bäume angewiesen und gilt als Indikator für wertvolle Kulturlandschaften. Im Kyffhäusergebirge wurden 1.175 Bäume kartiert und auf ihre Eignung als Lebensraum geprüft. Besonders die Lindenallee bei Ichstedt erwies sich als bedeutendes Habitat. Auf Basis der Ergebnisse wurden konkrete Schutz- und Pflegemaßnahmen entwickelt, um die Population langfristig zu erhalten und neue Habitatbäume zu fördern.
Schaf schafft Landschaft
Fördersumme: 107.700 €
Im Biodiversitäts-Hotspot Werratal mit Hohem Meißner und Kaufunger Wald übernahmen Schafe, was Maschinen nicht leisten können: Sie pflegten artenreiche Magerrasen, hielten Lebensräume offen und sicherten die biologische Vielfalt. Das Projekt stärkte die Hüteschafbeweidung, schaffte nachhaltige Strukturen für Schafhalter und setzte die Ziele der Nationalen Biodiversitätsstrategie direkt um.
Kopfbäume erhalten – für Artenvielfalt und Hochwasserschutz
Fördersumme: 25.000 €
Kopfbäume sind lebende Denkmäler an unseren Flussufern – und gleichzeitig unverzichtbare Artenschutzobjekte. Ihre charakteristischen Baumhöhlen mit Mulmgehalt bieten dem streng geschützten Eremitenkäfer einen kaum ersetzbaren Lebensraum. Der Landschaftspflegeverband Eichsfeld-Hainich-Werratal pflegt bruchgefährdete Baumreihen, kartiert Eremitenvorkommen und legt neue Weidenbestände als Zukunftsbäume an. Gleichzeitig stabilisieren die tief verwurzelten Kopfbäume die Ufer und schützen so vor Hochwasser.
Beweidung Dorfener Hutanger
Fördersumme: 14.865 €
Der Dorfener Hutanger im Isental war einst eine artenreiche Nassweide, wurde über Jahrzehnte aber drainiert und intensiv bewirtschaftet. Der Landschaftspflegeverband Mühldorf bringt ihn nun mit Hilfe von Rindern und Wasserbüffeln auf rund vier Hektar in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Die Tiere schaffen durch extensives Weiden ein artenreiches Mosaik aus Feuchtstrukturen, das seltenen Pflanzen wie dem Wiesen-Schlangenknöterich und einer Vielzahl von Tier- und Insektenarten neuen Lebensraum bietet.
GartenBäumling: Artenvielfalt in Hamburger Gärten erfassen
Fördersumme: 3.300 €
Wie viel Natur steckt im Hamburger Stadtgarten? Das Projekt GartenBäumling des Vereins Markart lud Gartenbesitzende im Raum Hamburg ein, über eine Online-Umfrage das Artenvorkommen in ihren Gärten zu dokumentieren. Die Daten flossen in ein Forschungsvorhaben zur urbanen Biodiversität ein. Als Dankeschön erhielten Teilnehmende einen Biodiversitätscheckup und Pflanzenmaterial, um ihr Grün naturnäher zu gestalten.
Weidetiere schaffen Landschaft
Fördersumme: 50.000 €
Mit dem Projekt „Weidetiere schaffen Landschaft“ wird die erfolgreiche Arbeit des Vorgängerprojekts „Schaf schafft Landschaft“ im Biodiversitäts-Hotspot 17 fortgeführt und auf den thüringischen Teil der Region ausgeweitet. Weidetierhaltende erhalten Unterstützung durch Beratung, Fortbildungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Weideinfrastruktur. Ziel ist es, die extensive Beweidung als wichtigen Beitrag zum Erhalt artenreicher Kulturlandschaften zu stärken und die biologische Vielfalt in der Region langfristig zu sichern.
Sielmanns Natur-Ranger
Fördersumme: 55.000 €
Sielmanns Natur-Ranger sind bundesweit aktiv und bringen Kindern und Jugendlichen die Natur auf eine ganz direkte Weise näher – mit allen Sinnen, draußen, lebendig. Die Aktivitäten reichen von Artenschutzprogrammen über Biotoppflege bis zu Aufklärungsarbeit rund um Orchideen- oder Schwalbenschutz. Der Ansatz: Wer Natur kennt und liebt, schützt sie auch.
Naturschutz im besiedelten Raum
Fördersumme: 87.713,77 €
Wie können Städte und Gemeinden aktiv zur Artenvielfalt beitragen? Der Verein Kommunen für biologische Vielfalt bringt mit dem Projekt N.A.T.U.R. (Nachhaltiger Artenschutz durch Theorie und Umsetzung im besiedelten Raum) Wissen in die Kommunalverwaltungen. Mitarbeitende erfahren, welche Möglichkeiten naturnahes Stadtgrün bietet und wo sie persönliche Beratung finden. So wird Artenvielfalt zu einer Frage, die auch Städte aktiv beantworten können.
GreenCutJUMP
Fördersumme: 30.000 €
Jugendliche werden zu Naturfilmern: Das deutschlandweite Projekt GreenCutJUMP verbindet Artenschutz mit moderner Videotechnik. Junge Menschen erkunden Naturschutzgebiete, dokumentieren die Artenvielfalt und produzieren eigene Kurzfilme. Gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt, zielt das Projekt darauf ab, Jugendliche nicht nur zu informieren, sondern sie selbst zu Akteurinnen und Akteuren des Naturschutzes zu machen.
An der Nase herumgeführt: Täuschung schützt Bodenbrüter
Fördersumme: 17.703 €
Rebhuhn und Wiesenweihe brüten am Boden und sind deshalb besonders anfällig für Fressfeinde. In Sachsen-Anhalt testet der Förderverein Großtrappenschutz e.V. eine ungewöhnliche Schutzmethode: Gezielt platzierte falsche Geruchsspuren sollen Füchse und Waschbären in die Irre führen und so die Nester schützen. Die Methode stammt aus Neuseeland und Finnland und könnte, wenn sie sich bewährt, eine kostengünstige und schonende Lösung für den Artenschutz in der Agrarlandschaft werden.
Eberstädter Streuobstwiesen: Fit für den Klimawandel
Fördersumme: 10.000 €
Die Eberstädter Streuobstwiesen bei Darmstadt gehören zu den größten zusammenhängenden Streuobstwiesengebieten Hessens – mit einer außerordentlichen Artenvielfalt von Wiedehopf und Gartenrotschwanz über Siebenschläfer bis hin zu gefährdeten Wildpflanzen. Doch Trockenheit und Hitze machen den alten Obstbäumen zu schaffen. Der Freundeskreis Eberstädter Streuobstwiesen entwickelt die Flächen zu einer klimaresilienten Baumlandschaft, experimentiert mit neuen Pflanzmethoden und Baumschnitttechniken und gibt damit auch anderen Initiativen in Deutschland ein Modell an die Hand.
Wiederansiedlung des Feldhamsters in Südniedersachsen
Fördersumme: 55.430 €
Der Feldhamster hat in Deutschland kaum noch Überlebenschancen. 2024 startete im Landkreis Göttingen der erste Wiederansiedlungsversuch in Niedersachsen überhaupt: 22 nachgezüchtete Tiere wurden ausgewildert, und bereits im September wurden Jungtiere nachgewiesen. Das Projekt setzt auf intensives Monitoring, Öffentlichkeitsarbeit und enge Zusammenarbeit mit Landwirten, um geeignete Lebensräume langfristig zu sichern.
Naturschutzgroßprojekt Bäche, Moore und Bergwiesen im Thüringer Wald
Fördersumme: 110.000 €
Das Naturschutzgroßprojekt „Bäche, Moore und Bergwiesen im Thüringer Wald“ verfolgt das Ziel, wertvolle Ökosysteme und artenreiche Lebensräume im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald zu erhalten und zu entwickeln. Bis 2035 sollen Bäche renaturiert, Moore revitalisiert und Bergwiesen gepflegt werden. Geplant sind unter anderem der Rückbau von Querbauwerken, naturnahe Waldumbauten sowie langfristige Schutz- und Nutzungskonzepte für rund 6.500 Hektar Projektfläche.
GREEN SCREEN Festival und Filmpreise
Fördersumme: 105.000 € (von 2023 bis 2027)
Das internationale Naturfilmfestival GREEN SCREEN in Eckernförde ist eine der bedeutendsten Bühnen für herausragende Naturfilme in Deutschland. Die Heinz Sielmann Stiftung verleiht dort den Heinz Sielmann Filmpreis für besondere naturfilmerische Leistungen sowie den Heinz Sielmann Jugendfilmpreis, der junge Menschen für das Medium Naturfilm begeistert. Das Festival trägt dazu bei, das Werk Heinz Sielmanns lebendig zu halten und das Bewusstsein für Natur und Artenschutz in einer breiten Öffentlichkeit zu schärfen.
GreenScreen Tour 2025 bis 2028
Fördersumme: 42.150 €
Die GREEN SCREEN-Filmtour bringt die besten Naturdokumentationen des Jahres auf große Deutschlandreise. Nach mehreren erfolgreichen Tourneen macht Europas populärstes Naturfilmfestival erneut in 17 Städten Halt – von Flensburg bis München und von Düsseldorf bis Berlin. Tausende Naturfilmfans erleben dabei herausragende Dokumentationen auf der großen Kinoleinwand.
Ökofilmtour 2026: Filme für Mensch und Umwelt
Fördersumme: 5.000 €
Seit 2006 tourt die Ökofilmtour von Januar bis April durch Brandenburg – und ist damit das längste Filmfestival Deutschlands. Schulen, Gemeindesäle, Kirchen und Kornspeicher werden zu Kinosälen, in denen 58 Filme zu Umwelt, Natur und Klimaschutz gezeigt und diskutiert werden. Rund die Hälfte des Programms richtet sich gezielt an Kinder und Jugendliche. Das dezentrale, partizipative Konzept macht das Festival zu einem echten Bürger-Festival der Naturbildung.
Wildpferde und Kulane in Zentralkasachstan
Fördersumme: 120.000 €
Die „Altyn Dala Conservation Initiative“ setzt sich für die Wiederansiedlung von Kulanen und Przewalski-Pferden in den Steppen Kasachstans ein. Ziel ist es, stabile Populationen der vor rund 100 Jahren ausgestorbenen Arten aufzubauen und das einzigartige GraslandÖkosystem langfristig zu stärken. Das Projekt fördert Biodiversität, Klimaschutz und die Widerstandsfähigkeit der zentralasiatischen Steppe.
Kontakt
Anna Opfermann
Förderwesen & Drittmittelfinanzierung
Tel. +49 (0)5527 914-244 anna.opfermann@sielmann-stiftung.de
Sielmann-Weg 1 37115 Duderstadt

DIE 17 GLOBALEN ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
In zahlreichen Projekten übernimmt die Heinz Sielmann Stiftung globale Verantwortung und setzt lokale Maßnahmen um, die dazu beitragen, unsere Welt nachhaltig zu gestalten.



