Gutes bewirken
Kommunikation und Fundraising
In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten entscheiden sich Menschen bewusster für ihr Engagement. Das zeigt auch die „Bilanz des Helfens 2025“ deutlich auf. Zwar gingen das Spendenaufkommen und die Zahl der Spenderinnen und Spender insgesamt zurück, gleichzeitig erreichte die durchschnittliche Einzelspende einen neuen Höchststand. Wer spendet, tut dies weiterhin mit Überzeugung und großem Vertrauen in die Arbeit gemeinnütziger Organisationen.
Im Jahr 2025 unterstützten rund 42.000 Menschen die Heinz Sielmann Stiftung dabei, wertvolle Lebensräume zu bewahren, bedrohte Arten zu schützen und die biologische Vielfalt in Deutschland langfristig zu sichern. Jede einzelne Spende hilft uns, konkrete Naturschutzmaßnahmen umzusetzen und unsere Projekte stetig weiterzuentwickeln.
Für diese Verbundenheit sind wir von Herzen dankbar. Das Vertrauen unserer Unterstützer:innen ist Ansporn und Verpflichtung zugleich. Es bestärkt uns darin, gemeinsam Verantwortung für den Schutz unserer Natur zu übernehmen – heute und für kommende Generationen.
Spenden im Jahr 2025 für die Vielfalt der Natur
2024 waren es 6.498 TEUR
Erfolgreicher Artenschutz: Wisent-Nachwuchs in der Döberitzer Heide.
Spendensiegel
Spenden ist Vertrauenssache
Die Spendensiegel des Deutschen Spendenrates e.V. und des DZI gelten als Gütesiegel für vertrauenswürdige und transparente Spendenorganisationen in Deutschland. Spender:innen können also sicher sein, dass ihr Geld im Sinne der Stifter Inge und Heinz Sielmann verwendet wird, um die Stiftungszwecke zu erfüllen.
aus Erbschaften im Jahr 2025 für die Vielfalt der Natur
2024 waren es 6.052 TEUR
Partnerschaftlich für den Naturschutz
Heinz Sielmann Stiftung beim Bürgerfest des Bundespräsidenten
Am 12. und 13. September 2025 war die Heinz Sielmann Stiftung Teil des Bürgerfestes des Bundespräsidenten im Garten von Schloss Bellevue – einer besonderen Auszeichnung und Anerkennung für gesellschaftliches Engagement in Deutschland. Neben rund 50 weiteren Vereinen, Initiativen, Organisationen und Unternehmen präsentierte die Stiftung gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner, der Dirk Rossmann GmbH, ihr Engagement für den Natur- und Artenschutz.
An dem rund 30 Quadratmeter großen Infostand konnten tausende Besucher:innen die Natur mit allen Sinnen entdecken: Sie ertasteten Naturmaterialien, erkundeten mit einer Virtual-Reality-Brille die Wisente und andere Wildtiere der Döberitzer Heide, gestalteten Gipsabdrücke von Tierspuren oder testeten ihr Wissen über heimische Arten. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte den Stand, goss einen Fuchs-Fährtenabdruck und kam mit den Mitarbeitenden der Stiftung ins Gespräch. Die Heinz Sielmann Stiftung bedankt sich herzlich bei der Dirk Rossmann GmbH, die die Teilnahme am Bürgerfest ermöglicht hat.
Alles nach Ihrem letzten Willen
Erbschaftssiegel gibt Orientierung
Um potenziellen Erblasserinnen und Erblassern Sicherheit zu geben und mögliche Sorgen zu nehmen, gehört die Heinz Sielmann Stiftung zu den 26 Organisationen und Stiftungen, die dieses Siegel tragen dürfen, denn sie hat sich klaren ethischen Richtlinien verpflichtet. Diese beinhalten eine respektvolle und sorgfältige Beratung, bei der die Interessen und Wünsche der Erblasser absolute Priorität haben.
Mein Erbe tut Gutes
Immer mehr Menschen bedenken gemeinnützige Organisationen in ihrem Erbe
Vielen Menschen geht es nicht nur darum, wem sie ihren Wohlstand vermachen möchten. Sie wollen mit ihrem Erbe über das eigene Leben hinaus Gutes bewirken und der Gesellschaft etwas zurückgeben. Vor allem diejenigen, die keine eigenen Nachkommen haben, suchen verstärkt nach alternativen Wegen, ihre Werte an die nächste Generation weiterzugeben und eine lebenswerte Zukunft zu unterstützen.
Künstlich schön – biologisch falsch
Unter diesem Titel warnte die Heinz Sielmann Stiftung 2025 vor der unkritischen Nutzung KI-generierter Tierbilder. Um das Problem zu veranschaulichen, ließ sie Bilder gut erkennbarer heimischer Arten mit „Midjourney“ erzeugen und stellte sie echten Tierfotos gegenüber. Das Ergebnis: Bei KI-Motiven gehen oft entscheidende arttypische Merkmale verloren. Beine, Färbung oder Körperproportionen werden verfälscht oder vermischt. Für Fachleute sind solche Fehler erkennbar, für Laien meist nicht. Das Thema stieß bundesweit auf mediale Resonanz und zeigte, wie wichtig Artenwissen und fachliche Prüfung in der digitalen Naturkommunikation bleiben.
Unsere Veranstaltungen
Heinz Sielmann im Jahr 1988 bei Dreharbeiten für „Expeditionen ins Tierreich“ an der damaligen innerdeutschen Grenze.
60 Jahre „Expeditionen ins Tierreich"
Ein Stück Fernsehgeschichte feiert Jubiläum
Am 18. April 1965 lief die erste Folge der NDR-Naturfilmreihe „Expeditionen ins Tierreich" über die deutschen Fernsehbildschirme. Heinz Sielmann, der in 26 Jahren über 150 Folgen produzierte und moderierte, prägte mit der Sendung das Naturverständnis ganzer Generationen. Zum runden Jubiläum sendete der NDR am 30. April 2025 eine Sonderausgabe mit Blicken hinter die Kulissen des Naturfilmens damals und heute.
Bereits am 17. April lud die Heinz Sielmann Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Wildtier Stiftung in die „Botschaft der Wildtiere“ in Hamburg zu einer exklusiven Kinopreview der Jubiläumssendung mit anschließendem Filmgespräch ein.
Unsere digitalen Veranstaltungen
Wissenshappen live auf dem Laptop – bei Naturinteressierten sehr beliebt
Unser Online-Programm machte auch in diesem Jahr Furore. Mit insgesamt 4.326 Teilnehmenden in 19 Veranstaltungen konnten im Schnitt 228 Menschen pro Online-Seminar für unser Veranstaltungsprogramm begeistert werden. Unser digitales Angebot ist aus dem Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken und zeigt, dass die technischen Möglichkeiten, sich raumübergreifend zu begegnen, einen ganz beachtlichen Mehrwert bieten.

Naturfotografin und Autorin Farina Graßmann (l.) berichtete in ihrem Webinar über die überraschend kriminelle Seite der Natur. Moderiert wurde die Veranstaltung von Christian Wolf (r.), Teamleiter des Fundraising.
Die Ehrenpreisträger Dr. Margret Bunzel-Drüke (r.) und Prof. Dr. Matthias Glaubrecht (l.) während der Podiumsdiskussion. Die Buchautorin und Journalistin Dr. Tanja Buss (m.) moderierte die Preisverleihung.
Heinz Sielmann Ehrenpreis 2025
Zwei starke Stimmen für biologische Vielfalt
Die Heinz Sielmann Stiftung hat ihren Ehrenpreis 2025 an den Evolutionsbiologen Prof. Dr. Matthias Glaubrecht und die Biologin Dr. Margret Bunzel-Drüke verliehen. Glaubrecht gilt als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Stimmen in der Debatte um die Biodiversitätskrise und macht in Büchern und Vorträgen das Artensterben für ein breites Publikum greifbar. Bunzel-Drüke hat mit ihrer jahrzehntelangen wissenschaftlichen und praktischen Arbeit maßgebliche Grundlagen für die naturnahe Ganzjahresbeweidung in Deutschland geschaffen. Die Verleihung fand am 13. November 2025 im Allwetterzoo Münster statt.
Heinz Sielmann Filmpreis 2025
Bahnbrechender Film über das Familienleben der Orang-Utans
Im Vorfeld der Berlinale 2025 verliehen die Heinz Sielmann Stiftung, Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Umweltstaatssekretärin Dr. Christiane Rohleder den EISVOGEL-Preis für nachhaltige Filmproduktionen. Die mit 20.000 Euro dotierte Hauptauszeichnung erhielt die ZDF-Komödie „Für immer Freibad", die bei Licht, Kameratechnik und Mobilität am Drehort in Brandenburg konsequent auf Ressourcenschonung setzte. Der Nachwuchspreis ging an die studentische Produktion „No More Pool Time" der Filmakademie Baden-Württemberg.
Die beiden Preisträger Jens Westphalen (l.) und Thoralf Grospitz (r.). Für ihre Dokumentation „Orang-Utans – Die unbekannten Menschenaffen“ schrieben sie das Buch, führten Regie und standen selbst hinter der Kamera.
Verleihung des EISVOGEL-Preises für nachhaltige Filmproduktionen. Mit im Bild: Kulturstaatsministerin Claudia Roth (10. v. l.), Umweltstaatssekretärin Dr. Christiane Rohleder (11. v. l.) und Jochen Paleit (12. v. l.), Vorstandsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung.
Nachhaltigkeit in der Filmbranche
EISVOGEL-Preis geht an ZDF-Komödie
Im Vorfeld der Berlinale 2025 verliehen die Heinz Sielmann Stiftung, Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Umweltstaatssekretärin Dr. Christiane Rohleder den EISVOGEL-Preis für nachhaltige Filmproduktionen. Die mit 20.000 Euro dotierte Hauptauszeichnung erhielt die ZDF-Komödie „Für immer Freibad", die bei Licht, Kameratechnik und Mobilität am Drehort in Brandenburg konsequent auf Ressourcenschonung setzte. Der Nachwuchspreis ging an die studentische Produktion „No More Pool Time" der Filmakademie Baden-Württemberg.
26. Benediktbeurer Gespräche
Beweidung und Wildnis ergänzen sich im Kampf gegen das Artensterben
Bei den 26. Benediktbeurer Gesprächen Ende April 2025 diskutierten Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Naturschutz, wie das rasante Artensterben aufzuhalten ist. Das Motto „Rinder statt Ranger" stellte die Frage, ob extensive Beweidung oder sich selbst überlassene Wildnis der bessere Weg sei. Das Fazit war klar: Beide Strategien ergänzen einander. Die Heinz Sielmann Stiftung und das Zentrum für Umwelt und Kultur veranstalteten das zweitägige Symposium im Kloster Benediktbeuern.

Auf dem Podium diskutierten (v. l. n. r.) Peter Südbeck, Direktor des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, Prof. Dr. Josef Settele, Biodiversitätsforscher am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Dr. Lutz Spandau, Vorstand des Trägerbundes ZUK, Jan Haft, Naturfilmer und Stiftungsrat der Heinz Sielmann Stiftung, und Dr. Christoph Schenk, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.
Unsere beliebten Publikumswahlen 2025
Gartentierwahl
Der Gartenschläfer ist das Gartentier des Jahres 2025
Mit fast 40 Prozent der Stimmen kürten über 9.000 Teilnehmende den Gartenschläfer zum Gartentier des Jahres 2025. Der nachtaktive Nager mit der markanten Zorro-Maske um die Augen gilt in Deutschland als stark gefährdet. Mit der Wahl zum „Gartentier des Jahres“ macht die Heinz Sielmann Stiftung bereits seit 2010 auf die ökologische Bedeutung von Gärten und zugleich auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft aufmerksam.

Mit bis zu sechs Monaten – von Oktober bis April - hält der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) einen sehr ausgiebigen Winterschlaf. Seine ursprünglichen Lebensräume sind felsige und steinige Nadel- und Mischwälder.
Naturwunder des Jahres 2025
Deutlicher Sieg für ein bayerisches Naturdenkmal
Die Breitachklamm in den Allgäuer Alpen ist mit knapp 29 Prozent der Stimmen zum Naturwunder des Jahres 2025 gewählt worden. Die bis zu 150 Meter hohen Felswände, jahrhundertelang vom Wasser in den Kalkstein gefräst, bieten nicht nur ein atemberaubendes Besuchererlebnis, sondern auch Lebensraum für Arten wie Wasseramsel, Alpensalamander und Bachforelle. Die Naturwunderwahl ist eine gemeinsame Initiative der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbands.

Preisverleihung zum Naturwunder des Jahres 2025 in Oberstdorf-Tiefenbach (v. l. n. r.): Vorstandsvorsitzende der Heinz Sielmann Stiftung Carolin Ruh, Dominik Fritz, Betriebsleiter Breitachklamm, Franz Rietzler, Vorstandsvorsitzender der Breitachklammverein eG und Werner Mohr, Vizepräsident des Deutschen Wanderverbandes.

Spektakulärer Blick vom Zwingsteg: Als eine der tiefsten Felsenschluchten Mitteleuropas verbindet die Breitachklamm seit vielen Jahren Naturerlebnis, Besucherlenkung und Naturschutz.
Kontakt
Thomas Bischoff
Bereichsleitung Kommunikation & Fundraising
Tel. +49 (0)5527 914-414 Mobil: +49 (0)151 11349018 thomas.bischoff@sielmann-stiftung.de
Zur Döberitzer Heide 9 14641 Wustermark / OT Elstal







