Biodiversität bundesweit fördern

Nationale Projekte und Initiativen

Je mehr biologische Vielfalt es gibt, desto mehr profitieren wir als Menschen davon. Mit aktuell 863 gelisteten Biotop­typen zeichnet Deutschland sich durch eine große Vielfalt an Lebens­räumen aus. Viele dieser Biotope bestehen allerdings nur noch isoliert. Die Heinz Sielmann Stiftung arbeitet daran, möglichst viele Einzel­biotope zu erhalten, neu zu entwickeln, miteinander zu vernetzen und damit einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung des bundes­weiten Biotop­verbunds zu leisten. Aus diesem Grund engagiert sich die Stiftung in verschiedenen Initiativen und initiiert bundes­weite Projekte, darunter auch zwei Natur­schutz­groß­projekte in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Alte Elbe bei Bösewig in Sachsen-Anhalt ist ein Natur­schutz­gebiet. Sie ist unter anderem Teil eines EU-Vogelschutzgebiets.

Naturschutzgroßprojekt Mittelelbe-Schwarze Elster

Grünes Licht für die Umsetzungsphase

Mit dem Start der Umsetzungs­phase des Natur­schutz­groß­projekts Mittelelbe–Schwarze Elster im Dezember 2025 beginnt eines der bedeutendsten Projekte zur Auen­renaturierung in Deutschland. In den kommenden zehn Jahren werden Altarme wieder an Elbe und Schwarze Elster angebunden, Lebens­räume revitalisiert und der Wasser­rückhalt verbessert. Das Projekt verbindet weit­reichende Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt mit natürlichem Klima­schutz und der lang­fristigen Entwicklung einer resilienten Fluss- und Kultur­landschaft.

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79

Fischarten leben in der Elbe

40

verschiedene Lebensraumtypen sind nach FFH-Richtlinie mit einem besonders hohen Flächenanteil in der Rhön vorhanden.

Naturschutzgroßprojekt Thüringer Kuppenrhön

Hotspot der Biodiversität mitten in Deutschland

Das Gebiet des Natur­schutz­groß­projekts liegt im Süd­westen Thüringens, im Dreiländereck der Bundes­länder Hessen, Bayern und Thüringen. Durch das Gebiet verläuft ein 112 Kilometer langer Abschnitt des Nationalen Natur­monuments „Grünes Band Thüringen“. Hier befinden sich natur­schutz­fachlich sehr wertvolle Bereiche dieses gesamt­staatlich bedeutsamen Biotop­verbund­systems.

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In Thüringen ist die Ulster als Natura-2000- und FFH-Gebiet sowie als Teil des UNESCO-Biosphären­reservats Rhön geschützt.

Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt Unternehmen und Kommunen dabei, mit natur­nahen Grün­flächen und Firmen­geländen die biologische Vielfalt zu fördern.

Naturnahe Firmengelände

Gut für die Natur, gut fürs Unternehmen

Firmengelände bergen ein hohes Potenzial für mehr biologische Vielfalt im Siedlungs­raum. Die Heinz Sielmann Stiftung berät interessierte Unternehmen fachkundig zu diesem Thema. Von der naturnahen Gestaltung von Unter­nehmens­standorten profitieren nicht nur Wildbienen, Schmetterlinge und Co., sondern auch die Mitarbeitenden. Der Aufenthalt im Grünen senkt das Stress­level und steigert die Leistungs­fähigkeit. Begrünte Flächen verbessern das Mikro­klima auf dem Gelände und in den Gebäuden. Und wer sich sichtbar für die Natur engagiert, stärkt die eigene Arbeitgeber­marke, bindet Mitarbeitende, gewinnt leichter neue Fach­kräfte und spricht zugleich bewusst konsumierende Kund:innen an. So werden Firmen­gelände zu Räumen des Mit­einanders zwischen Menschen und Natur.

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„Die Initiative Wildnis in Deutschland und ihre Mitglieds­organisationen sind seit zehn Jahren wichtige Partner bei der Sicherung großer Wildnis­flächen. Deutschland soll wilder werden! Lassen Sie uns an diesem Ziel weiter gemeinsam arbeiten.“

Bundesumweltminister Carsten Schneider

Initiative „Wildnis in Deutschland“

Gemeinsam für mehr Wildnis

Die Initiative „Wildnis in Deutschland“ ist ein Bündnis aus 22 Natur­schutz­verbänden und -stiftungen, das sich für mehr groß­räumige Wildnis­gebiete und die Umsetzung des Zwei-Prozent-Wildnis­ziels der Nationalen Biodiversitäts­strategie einsetzt.

Die Heinz Sielmann Stiftung ist lang­jähriges Mitglied der Initiative. 2025 feierte die Initiative ihr zehn­jähriges Bestehen. Im selben Jahr fanden unter anderem die jährliche Fach­tagung „Wildnis im Dialog“ sowie zahlreiche weitere Netz­werk­veranstaltungen und Webinare statt.

Außerdem wurde die Broschüre „Wir für Wildnis“ überarbeitet und neu aufgelegt. Die Publikation bündelt die inzwischen 13 Positionen der Initiative und formuliert konkrete Handlungs­empfehlungen für Politik und Gesellschaft.

Zur Website der Initiative
Broschüre herunterladen

Das Moorgebiet Anklamer Stadtbruch – gut 2.000 Hektar groß – in Mecklenburg-Vorpommern.

Kontakt

Dr. Heiko Schumacher

Bereichsleitung Biodiversität

Tel. +49 (0)5527 914-417 Mobil: +49 (0)151 17156602 heiko.schumacher@sielmann-stiftung.de

Zur Döberitzer Heide 9 14641 Wustermark / OT Elstal

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